Info
Geburtsjahr: 1982
in Ammersee
Sara Goméz mit dem Cover der biografischen Annäherung an Olga Benario.
Namensvarianten: Sara Gómez Schüller, Sara Magdalena Schüller

Sara Gómez

Sara Gómez wird 1982 als Deutsch-Chilenin am Ammersee geboren. Sie publiziert Lyrik, Prosa und Hörspiele. Für letztere wird sie beispielsweise für den Bayerischen Kunstförderpreis nominiert. Seit 2021 veröffentlicht die Autorin unter ihrem chilenischen Namen Sara Gómez (zuvor unter Sara Magdalena Schüller). 

Werdegang

Sie beginnt 2003 an der Universität Hildesheim das Studium der „Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis“ mit Schwerpunkt Literatur, nachdem sie zuvor ein halbes Jahr an der Universität Salamanca, Spanien, Philosophie und Kunst studiert hat. Neben ihrem Studium arbeitet Gómez bei „Radio Tonkuhle“ als Journalistin, Sendungsmacherin und Workshopleiterin. 2009 schließt Gómez ihr Studium mit dem Hörspiel Aus der Ferne: Drei Schwestern ab, für welches sie ein halbes Jahr lang in Chile recherchiert hat. Das Hörspiel wird 2013 von Deutschlandradio Kultur produziert und urgesendet.

Sie lebt als freie Autorin in München, zeitweise auch in Chile, und arbeitet u.a. als Übersetzerin, Küchensalonistin sowie Selbstverteidigungstrainerin.

Wichtige Werke (Auswahl)

2007 erscheint ihre Erzählung Bauflucht im Allitera Verlag. 2015 folgt die Erzählung Keine, die darüber spekuliert, was die Philosophin Hannah Arendt über Abtreibungen gesagt hätte, in der Zeitschrift Volltext - Zeitung für Literatur. 2018 legt Gómez den Gedichtzyklus Wahnsinn I-IX vor. Ende 2021 veröffentlicht der scaneg Verlag den Gedichtband geschlachtete Gletscher. Dr. Pia-Elisabeth Leuschner vom Lyrik Kabinett lobt dessen „Temperament, Vehemenz, Aufbegehren und die Thematiken der Intersektionalität“.

Seit 2021 veröffentlicht die Autorin unter ihrem chilenischen Namen Sara Gómez (zuvor unter Sara Magdalena Schüller). 2024 erscheint ihre Kolumne FREISCHWIMMEN im Literaturportal Bayern. Im Magazin der Monacensia im Hildebrandhaus veröffentlicht Gómez einen Artikel über den iranisch-deutschen Lyriker SAID, den sie seit Kindheitstagen kannte. 

Preise & Auszeichnungen

2007 wird sie mit Bauflucht für den Open Mike nominiert. Mit dem Text Keine gewinnt Gómez 2015 sowohl den Literaturpreis Wartholz als auch den Publikumspreis Wartholz (Österreich). Die Jury bezeichnet den Text als „Text-Rap“.

Anfang 2018 wird die Autorin mit ihrem Gedichtzyklus nowhere else zum Irseer Pegasus eingeladen. Im selben Jahr bekommt sie gemeinsam mit Ronya Othmann und zwei weiteren Autor*innen die Online-Residency „entreLíneas.huidobro“ des chilenischen Goethe-Instituts zu Ehren des Dichters Vicente Huidobr verliehen. Auf Einladung von Jürgen Bulla liest sie außerdem zweimal im Atelier Caveau.

2020 wird Gómez mit ihren beiden Hörspielen Amsel und Valentina für den Bayerischen Kunstförderpreis nominiert. 2022 erhält sie das Stipendium „Junge Kunst und neue Wege“ des Freistaats Bayern, welches Künstler in der Anfangsphase ihres künstlerischen Schaffens unterstützt (inzwischen eingestellt). 2024 wird ihr Schreiben durch das Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern gefördert.

Tätigkeiten im literarischen Betrieb

Sara Gómez nimmt an verschiedenen Lesungen und literarischen Veranstaltungen teil, zum Beispiel 2023 an einer Lesung des Literaturmagazins außer.dem im Lyrik Kabinett, 2024 an einer Lesung bei meine drei lyrischen Ichs oder im selben Jahr an einem Podium bei „Drei Tage für SAID“.

Mitgliedschaften

Seit Anfang 2021 ist Gómez Teil des feministischen Autorinnen-Vereins wepsert, für den sie u.a. das Projekt „Blinde Flecken, ojos abiertos“ gestaltet.

Verfasst von: Bayerische Staatsbibliothek / Johanna Mayer


Externe Links:

Weblog der Autorin

Feministisches Autorinnen-Kollektiv wepsert

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